Super Bowl 51 !

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Der Tag der Tage ist da – Super Bowl LI steht an!

Letztes Jahr noch im Sportsbook in Las Vegas (der Bericht hier: LINK ), diesmal wieder zu Hause vor dem TV. Auch schön, wenns wieder Twitterbegleitung bei #ranNFL und mehr gibt!

Mit den Falcons und Patriots stehen zwei Teams im Finale, die es auf jeden Fall verdient haben, was ja nicht in jedem Jahr so ist. Die Vorschau hab ich übrigens hier, für die, die es unerklärlicherweise verpasst hattten: LINK

Los ging es nach einem Tag Vorberichterstattung im Stream bzw. anschließend bei Pro7 Maxx dann schließlich bei Sat.1 und einem ersten Highlight:

Die Hymne

Mir läuft es immer noch kalt den Rücken herunter, wenn ich an die Interpretation von Lady Gaga im Vorjahr bei Super Bowl 50 denke, die sich wohl auch damit den Halbzeitauftritt in diesem Jahr verdient hat (das Video findet sich in der eben angesprochenen Vorschau).

Perfekt inszeniert und große Fußstapfen für Countrystar Luke Bryan bei dessen Auftritt in Houston. Bryan stammt übrigens aus Georgia und ging dort auch ans College.

Er sang ohne Hut (auch so ne Wette…) und zwar um die 2:05. Die hatte ich auch so mitgestoppt.

Ganz klare Punktniederlage gegen Lady Gaga im Vorjahr…

Und natürlich gibts auch eine kurze Werbung – wäre schön, wenn Ihr über das Banner hier zu Amazon springt, wenn Ihr eh einkaufen wollt:

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Der Spielbericht…

…sollte eigentlich kurz ausfallen. Tat er dann doch nicht. 😉

Für den Münzwurf wurde George Bush #1 hereingerollt. Applaus noch und nöcher. Hätte ich mir auch nie vorstellen können, dass der Mann plötzlich in der Mitte des politischen Spektrums steht.

Ein paar Sacks, mehrere Punts und am Ende keine Punkte. Also eher so meeeh, das erste Viertel. Damit endete nach 8 Spielen in Folge auch die Serie Atlantas, im Eröffnungsdrive immer einen Touchdown vorzulegen.

Die Patriots verloren zu Beginn des zweiten Viertels prompt auch noch den Ball in Person von Running Back LeGarrette Blount. Erst sein zweites Fumble bei den Patriots in 41 Spielen, aber es hätte wirklich bessere Gelegenheiten gegeben, als im Super Bowl.

Die Strafe ließ nicht lange warten: Devonta Freeman lief mit 12 Minuten auf der Uhr über links unberührt in die Endzone zum 7:0.

Nach einem kurzen Offensivauftritt der Patriots erhöhte TE Hooper sogar  auf 14:0 noch vor Mitte des zweiten Viertels. Das Drama nahm seinen Lauf aus Patriotssicht.

Und kurz vor dem Two Minute Warning wurde es noch schlimmer für die Patriots: Tom Brady versuchte in einem mehr als holprigen Drive einen Pass in Doppeldeckung und Rob Alford bedankte sich mit einem 82 Yard Pick Six. 21:0 und auch in der Höhe absolut verdient.

Gostkowski konnte zumindest noch 3 Punkten aufs Scoreboard kicken, aber das 21:3 spiegelte auch deutlich die Spielverhältnisse wieder. Atlanta schneller, kreativer und einfach viel, viel besser.

Das änderte sich auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht. Da erhöhte Coleman auch noch aus 6 Yards auf 28:3.

Das größte Defizit, das in den 50 Super Bowls zuvor übrigens wettgemacht werden konnte, waren 10 Punkte. Hier waren jetzt bereits 25 Punkte Vorsprung für die Falcons zu verzeichnen.

Zumindest ein kleines Lebenszeichen setzten die Patriots 2 Minuten vor dem Ende des 3. Viertels, als White einen Anschlusstouchdown erfangen durfte. Den Extrapunkt versemmelte Gostkowski, so dass es 28:3 stand.

Knapp 10 Minuten vor dem Ende gelang den Patriots nur ein Field Goal, nachdem man eigentlich in aussichtsreicher Position war. 28:12.

Durch einen Strip-Sack an Ryan bekamen die Pats den Ball sofort an der Redzone der Falcons zurück. Amendola sicherte den Touchdownpass und dank einer erfolgreichen Two-Point-Conversion lagen sie plötzlich „nur noch“ mit 8 Punkten zurück.

Allerdings ließen die Patriots umgehend einige lange Raumgewinne zu, so dass die Falcons zügig wieder in die Hälfte New Englands eindrangen- darunter ein absoluter Highlight Catch von Julio Jones an der Sideline.

Mit seltsamen Entscheidungen der Coaches kam man wieder aus der Field Goal Range und ließ zudem noch 3:30 auf der Uhr; im Nachhinein die Schlüsselszene, als die Coaches ca. 4 Minuten vor dem Ende statt drei Mal zu laufen an der RedZone und anschließend mit einem Field Goal und wenig Zeit auf der Uhr auf nahezu uneinholbare 11 Punkte zu stellen, einen Pass im zweiten Versuch anordneten. Ryan wurde für massiven Raumverlust gesackt, musste noch einen Pass versuchen, um wieder in Field Goal Range zu kommen und statt 11 sicheren Punkten, musste gepuntet werden mit 8 Vorsprung.

Im 3. Versuch der Patriots ein kompletter Pass auf Hogan, einer auf Mitchell und dann der Catch des Jahres: ein hochgeschlagener Ball landete irgendwie bei Edelman, der zwischen drei Falcons am Boden das freie Ei von der Grasnabe kratzte.

Wahnsinn!

Running Back White mit dem Touchdownlauf durch die Mitte und Amendola verwandelte die Two-Point-Conversion. Un-fucking-believable!

Der erste Super Bowl mit Verlängerung und das nach 25 Punkten Vorsprung Atlantas! Das größte Defizit, das zuvor aufgeholt werden konnte, waren wie erwähnt 10 Punkte.

I werd narrisch!!!

Die Patriots gewannen den Münzwurf und sorgten für Herzrasen auf beiden Seiten. Erst starke Pässe an die Endzone, dann ein fast vom sonst blassen Beasley abgefangener Ball und schließlich der finale Touchdown zum 34:28 durch White! Sudden death für die Falcons.

Und zum Schluss wurde noch Roger Goodell lautstark ausgebuht.

Dazu der MVP-Titel trotz mehr als magerer erster Halbzeit für Tom Brady – ein Traum wurde wahr!

Halftime Show Lady Ga-Ga

Dank der Wette „erster Song“ hatte ich noch mehr Interesse als sonst am Halftime Act. Das verflog dann auch relativ schnell.

Nach einer Botschaft an President Trump vermeintlich vom Stadiondach gesprungen, schwebte sie dann auf die Bühne und gab „Pokerface“ zum Besten. Passte zur ersten Hälfte der Patriots (weils mir nicht passte…).

Die Mehrheit der Twitter-Timeline war begeistert. Ich nicht, was

a) an ihrer Songauswahl

b) der Leistung der Pats vorher

c) dem Auftritt an sich oder

d) an allem zusammen

gelegen haben könnte. Schau ich mir lieber nochmal ihre Hymne vom Vorjahr an.

TV-Kritik

Bereits den Tag über (schon ab Vormittag!)  wurde gestreamt, aber da stand hierzulande noch ein ähnlich großes Highlight wie der Super Bowl in den USA an: Kinderfasching im Vorort-Feuerwehrhaus!

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab 20:15 Uhr wurde dann ins Studio verlegt, das mit einer Bar, einem mir unbekannten Host Matthias Kiling (macht wohl Frühstücks-TV, was ich zuletzt Mitte der 90er geschaut hab) sowie dem Cowboys Spieler Mark Nzeocha aufgehübscht worden war.

Es waren also weder Kosten noch Mühen gescheut worden…und so wurden die Tipps der Experten mit Tischtennisschlägern, auf die das jeweilige Logo angehoften worden war, angezeigt.

Der Frühstücksfernsehenmann war bemüht und oft stimmte auch, was er sagte. Ich hab aber nur sporadisch mal reinschauen können. Das was ich gehört habe, war jetzt aber nur bedingt überlebensnotwendig für mich.

 

Frank Buschmann durfte für seine Abschiedsvorstellung bei #ranNFL mit Coach Esume und zum Super Bowl nach Houston fliegen. Leider nicht im Patriots-Trikot…das Bild entstand im Januar, als ihm Björn Werner anlässlich seines Auftritts in einer Playoffübertragung ein Leibchen als Geschenk mitbrachte. Ich hab übrigens keine Ahnung, ob Buschi heimlicher Fan der Patriots – oder eines anderen Teams – ist.

Stattdessen trugen alle Anzugjacken und Hemd – dem Anlass entsprechend.

Statt Netman Icke gab es wie erwartet Werbung, was angesichts des Millionenpublikums auch durchaus verständlich ist.

Die Werbung überzeugte jedoch überhaupt nicht – vor allem Kentucky, Parship (die Frau war wenigstens nett anzusehen…) und die „Ketzerbraut“ nervten aufgrund ihrer Häufigkeit und Penetranz.

Wieder mal eine Bestätigung, warum ich die „normalen“ Sender so gut wie nie sehe und schon gar nicht in HD+ (weil man da die Werbung nicht überspringen kann).

Markus Kuhn brachte durchaus Insiderwissen mit, „mischte“ sich aber selten ein, was angesichts der Redefülle von Buschmann und mit Abstrichen Esume auch nachvollziehbar ist.

Allerdings entschädigte die Sportgeschichte in Form der Verlängerung und der begeisterte Kommentar von Buschmann und Co für vieles vorher!

 

Helden

Ich hatte schon einen langen Absatz geschrieben, warum die Falcons D der Kollektiv-MVP des Spiels ist.

Das änderte sich, als die Overtime und natürlich der Sieg der Patriots feststand.

Tom Brady holte sich trotz einer katastrophalen ersten Halbzeit „seinen“ MVP-Titel! Und Roger Goodells persönlicher Alptraum wurde wahr!

Wahnsinn und nicht in Worte zu fassen.

Icke hat die Eule Frieda mit nach Houston genommen. Sehr schön – und uns bringts ein paar schöne Stadiumshots nebenbei.


Was haben wir gelacht (also in dem Fall meine Frau und ich – vor vielen, vielen Jahren haben wir Conan regelmäßig verschlungen…)


Kleiner Seitenhieb in Richtung Fußball: Alex Mack spielt mit einem gebrochenen Knochen. Im Bein. Und ja – das braucht man auch beim Football. Im Fußball unvorstellbar.



Respekt! Da wäre ich dann 105 und meine Frau 104. Andererseits sahen die Buschs heute auch kaum „jünger“ (im Sinn von weniger alt) aus.

Damit endet die Saison 2016 und die laaaange Offseason steht an. Ich geh erst mal feiern…

 

 

 

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