Conference Championship

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Die Conference Championship Spiele der NFL – anderswo Halbfinale oder Final Four genannt; kaum einer erinnert sich daran, wenn Du hier ausscheidest, aber jeder erinnert sich an die beiden Super Bowl Teams, egal wie lange es her ist.

Sicher nicht unbedingt genau die Mannschaften, die man nach der Ansetzung der Divisional-Round erwartet hatte, aber auf jeden Fall zwei Spiele mit vielen Facetten.

Spielbericht zum AFC Championship (der für das NFC-Finale hier bei football-aktuell), TV-Kritik, Helden und Versager sowie das Twitteruniversum. Kickoff!

New England Patriots – Jacksonville Jaguars 24:20

Nach einer Woche bangen Wartens (nicht wirklich – ich verfolg das schon zu lange) kam Tom Brady natürlich aufs Feld. Niemand hatte ernsthft etwas anderes erwarten können. Und natürlich passte er auch sofort.

Die Patriots spielten gleich mal einen 4. Versuch (& 2) an der Jaguars 31 aus und verwandelten locker durch einen Lob auf WR Danny Amendola.

Kurz darauf stockte aber der Drive und Stephen Gostkowski musste problemlos zum 3:0 einnetzen. Bradys Hand schien absolut ok zu sein.

Bei den Jaguars sah das alles etwas mühsamer aus: Ein paar kurze Fournette Läufe und einige suboptimale Pässe von Blake Bortles, schon musste man punten.

Das erste Quarter war ratz-fatz zuende, weil entweder kurze Pässe ankamen oder gelaufen wurde, so dass es kaum Unterbrechungen gab.

Der 2. Drive der Jaguars sah dann sehr gut aus und führte schnell an die Endzone der Patriots. Gleich im 1. Versuch holte der Mercedes unter den Tight Ends, Marcedes Lewis einen leichten Touchdownpass zum 3:7.

Bei Tom Brady bemerkte man Ungenauigkeiten – gleich zwei Pässe in Folge waren ungenau. Das sieht man sonst eher selten bei ihm und so mussten die Patriots den Ball prompt wieder abgeben.

Bei den Jaguars lief es, da die Patriots immer wieder Löcher in der Passverteidigung ließen und Blake Bortles die auch tatsächlich noch fand.

Leonard Fournette holt dazu ein First Down nach dem anderen und am Ende auch den Touchdown zum 3:14.

Zeit für die Patriots, ernst zu machen: TE Rob Gronkowski, bis dahin noch ohne Target, bekam gleich 3 in Folge.

Allerdings war die Defense am Ende trotzdem der Gewinner; Brady unter ständigem Druck und dem ein oder anderen späten Hit.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer – auch den Jaguars unterliefen Fehler: Da punteten sie noch vor der Two-Minute-Warning, was nicht nötig gewesen wäre, und gaben so Tom Brady noch etwas mehr Zeit für einen erfolgreichen Drive in Hälfte 1.

Der dauerte auch nur eine knappe Minute, da die Jaguars gleich mal zwei dümmliche Strafen nahmen. Am Ende konnte RB James White zum 10:14 in die Endzone laufen – gleichzeitig der Halbzeitstand. Das (für mich) erwartet enge Spiel bis dahin mit einer starken Jaguars-Defense, die mich immer mal wieder in ihrem Selbstverständnis an die der Seahawks erinnerte.

Die Jaguars behielten ihre bis dahin erfolgreiche Linie bei, konnten aber „nur“ um ein Field Goal zum 10:17 erhöhen. Das genügte zunächst, da die Defense weiterhin hielt. Zwar schafften die Patriots auch ohne den gehirnerschütterten Gronkowski noch das ein oder andere First Down, aber eben keine Punkte.

Die Jaguars spielten konservativ – zumindest bis zu einem Flea Flicker , der zwar anders lief, als geplant, aber trotzdem ein First Down brachte. Leonard Fournette holte weiter wichtige Yards und nahm vor allem auch Zeit von der Uhr. Zum Ende des 3. Viertels hatten die Jaguars fast doppelt so lang Ballbesitz wie die Patriots bis dahin.

Zu Beginn des letzten Viertels erhöhten die Jaguars durch ein weiteres Field Goal von Lambo auf ein „Two-Score-Game“. Gleichzeitig war klar, dass Gronkowski nicht mehr zurückkehren würde.

Anschließend kam es noch dicker für New England: Nach zwei guten Pässen fumbelte RB Dion Lewis bei einem bis dahin gut gelungenen Trickspielzug. Ein bißchen Glück im Unglück für die Patriots, weil die Refs schnell abpfiffen und so kein Fumble Return Touchdown gelingen konnte. Für die Verschwörungstheoretiker: Wie viele von Euch haben in der normalen Geschwindigkeit gesehen, dass Lewis noch nicht am Boden war? Genau. Keiner. Danke.

Schon wieder Ballbesitz Jaguars, aber die Defense der Patriots hielt diesmal.

Die Patriots mussten endlich einmal scoren – und taten das auch. Tom Brady nahm die No-Huddle Offense auf seine Schultern und verwandelte zuerste einen 3.&18 auf Danny „Playoff“ Amendola und kurz darauf den schnellen Touchdownpass zu Amendola. 17:20 und noch gut 9 Minuten zu spielen.

Die Jaguars zwar mit einem erfangenen First Down, aber mit 6:25 auf der Uhr bekamen die Patriots den Ball per Punt zurück. Da klappte vor allem dank eines frei durchbrechenden LB Myles Jack nichts; die Jaguars versuchten in Person von Blake Bortles das Spiel gleich abzuschenken, aber auch er durfte punten lassen.

Ballbesitz Patriots an der Jaguars 30 nach einem guten Amendola Return. Gut 4 Minuten, als eben dieser Amendola die Patriots noch weiter nach vorne brachte. Bei den Jaguars mussten jetzt mit Myles Jack und Marcel Dareus gleich zwei Stützen der Verteidigung verletzt vom Feld.

Die Patriots nutzten das mit einem starken Wurf von Brady auf – wen sonst – Danny Amendola, der irgendwie beide Füße ins Feld brachte. Wahnsinn. 24:20.

Noch 3 Minuten Zeit für die Jaguars. Ich persönlich traute Jaguars QB Blake Bortles nichts zu. Der strafte mich mit 2 schönen Pässen in Folge Lügen… Um dann zu fumbeln. Allerdings konnte Jacksonville an der 47 Yard Linie der Patriots den Ball sichern.

Ein 4. Versuch musste ausgespielt werden – 4. & 14. Der viel kritisierte CB Stephon Gilmore machte den Hechtsprung seines Lebens und wehrte den Ball in höchster Not ab.

Die Patriots erliefen noch ein First Down und damit den Einzug in den Super Bowl – wieder einmal.

Die Jaguars spielten lange gut mit, aber am Ende siegte wieder einmal die Erfahrung.

 


Philadelphia Eagles – Minnesota Vikings

Den Spielbericht gibt es wie erwähnt hier: LINK

Zu der sensationell einseitigen Partie hier nur einige Tweets:


 

TV-Kritik Conference Championship

TV-Kritik #ranNFL Pro7

 

 

 

 

 

Jan Stecker, Patrick Esume und Markus Kuhn eröffneten. Carsten Spengemann und Roman Motzkus übernahmen für das späte Spiel.

Wie zu erwarten wurde jede Kleinigkeit erklärt, falls der ein oder andere Zuschauer einfach vergessen hatte, wegzuschalten. Ist nachvollziehbar, aber macht es nicht einfacher, wenn man die Regeln schon ganz gut kennt.

Dafür gab es gefühlt weniger Werbung. Sicher nicht das Schlechteste – gerade in der Primetime am Sonntagabend.

Ansonstenhatte Jan Stecker wie immer den ein oder anderen falschen Namen am Start, aber das tat der Freude keinen Abbruch. Der Dreier funktionierte wieder, obwohl man ja noch nicht so oft zusammen am Start war.

Physiker, Mathematiker, Arzt, Philosoph und Ex-Spieler, um ganz genau zu sein 😉

Es gab lediglich Beschwerden, dass die Patriots und Brady zu viel gelobt wurden. Aber wer diese Leistung nicht anerkennen kann oder schwachsinnigerweise mit dem FC Bayern vergleicht, hat Football nicht verstanden.

Beim Duo Spengemann / Motzkus gab es wieder die übliche Beschwerde, wenn die Vikings spielten:

Jetzt hab ich so nen komischen Englisch-Abschluss, aber ich weiß immer noch nicht, wie man die Whykings sonst aussprechen soll. Und ich hör auch bei den Amis immer genau hin. Ich höre keinen Unterschied. Liegt bestimmt an mir.

Ansonsten alles wie immer: Carsten Spengemann mit vielen Sprüchen – grenzwertig an zu vielen – und Roman Motzkus mit schönen Statistiken. Kann man gerne so lassen.

Anscheinend hat sich das Wagnis Football auch für Pro7 ausgezahlt – die Einschaltquoten haben wohl gepasst, was mich persönlich sehr freut:


 

 

 

 

 

Helden der Conference Championship Games

WR Danny Amendola, New England Patriots, 7 für 84 Yards, 2 TD

Danny „Playoff“ Amendola spielt oft unauffällig bei den Patriots – bis zu den Playoffs. Da ist der ex-Ram plötzlich in allen wichtigen Situationen vertreten. Der zweite Slot-Receiver hinter dem Langzeitverletzten Julian Edelman ist Mr. Zuverlässig.

Sein Touchdowncatch zur 24:20 Führung war allererste Sahne und krönte einen perfekten Drive, in dem er alles fing, was in seine Nähe kam.

QB Nick Foles, Philadelphia Eagles, 26 von 33 / 352 Yards / 3 Touchdowns

Ehrlich: Selbst als Eagles Korrespondent für den Huddle – oder vielleicht gerade deswegen – hatte ich ihm so eine Leistung nicht zugetraut. Er spielte aber ein nahezu perfektes Spiel, obwohl er zumindest einen sehr harten Hit einstecken musste (da steht noch eine vorsorgliche Röntgenuntersuchung an).

Egal, ob auf Ertz, Jeffery oder Agholor – er zwang die Defense ein ums andere Mal, auch tiefe Bälle zu verteidigen und entblößte ungekannte Schwachstellen in Minnesotas zuvor hochgerühmter Passverteidigung.

Die Eagles-Hoffnung steigt von Spiel zu Spiel wieder und im Super Bowl wird man wieder als Underdog auflaufen. Aber damit kennen sich Foles & Co ja jetzt aus.

 


 

Twitteruniversum Conference Championship

Da können die Patriots-Hasser motzen, wie sie wollen – das ist schon krass, dass Brady nach 13 Jahren wieder dabei ist. Und er vorher und nachher noch Super Bowls – Plural – gewonnen hat. G.O.A.T. for a reason.

Ich kann mich noch gut an T.O. und McNabb (sowie dessen Konditionsmängel) im Super Bowl damals erinnern. Das Spiel stand bis zum Schluss auf Messers Schneide, aber wie bei den Jaguars gestern fehlte einfach der letzte Rest.


Ein Pfarrer mit Hundemaske. Jetzt hab ich so ziemlich alles gesehen.


Parteiische Einflußnahme von den London Sewerrats 🙂 Gereicht hat es bekanntlich trotzdem nicht. Ansonsten hätte es nächste Saison in London tatsächlich ein Super Bowl Rematch gegeben.


Da musste ich tatsächlich lachen. Eigentlich war doch von vorneherein klar, dass es nicht mehr als ein Pflaster werden würde.


Seit gestern ist HIER das Interview mit Adrian Franke online – inklusive Gewinnspiel bei Twitter (3 Exemplare) und Facebook (2):


Roman Motzkus hat wie immer für den RANDBREITENverlag  seine Tipps aufgenommen (die ich aber veröffentlichen durfte diesmal):

Meine eigenen hatte ich wieder dahinter angehängt. Hier die Abrechnung:

Roman: Patriots plus Eagles

Chapeau – wie erwähnt meine Wunschkombi, aber wirklich dran geglaubt habe ich nicht.

 

Ich:

Patriots – Jaguars: First offensive play rush (1,61) und Leonard Fournette Touchdown (1,72)

Anscheinend gewinnen die Patriots den Münzwurf nicht mehr; zumindest haben sie plötzlich schon wieder den Ball als Erstes und starten mit einem Pass auf den Running Back. Mei oh mei.

Zumindest klappte der Fournette Touchdown, obwohl mir das als Patriots-Fan auch nur bedingt „gefallen“ hat.

 

Eagels – Vikings: Jay Ajayi mind. 57 Rush Yards (1,80) und Nelson Agholor mindestens 4 Catches (1,83)

Nelson Agholor hatte relativ schnell 3 Catches… Und dabei blieb es unerklärlicherweise. Ist mir auch erst weit nach Spielende aufgefallen, dass das nicht gereicht that.  Bei Jay Ajayi dauerte es bis ins letzte Viertel, aber dann passte zumindest das.

2 von 4 „reichte“ für knapp 75 Euro bei 100 Einsatz. Mann oh Mann.

 


Damit ist jetzt der Deckel drauf auf den Conference Championship Games und das Endspiel in 2 Wochen fix. Nächste Woche gibt es noch den sportlich wertlosen Pro Bowl zu sehen, der höchstens wegen seiner vielen Interviews sehenswert ist. Und wegen sowas hier:

 

Schönen Dank an @kein_sitzmoebel vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen!

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