Saisonvorschau Buffalo Bills 2017

Die letzte Lombardi Trophy:


Auf die wartet man immer noch; gefühlt auch kaum kürzer als die letzte Playoff-Teilnahme her ist.

4 Finalteilnahmen Anfang der 90er und 0 Titel. Die Bills waren die Lachnummer der Liga, aber das ist mittlerweile so gut wie vergessen. Mittlerweile hat man eher Mitleid mit der gebeutelten Franchise.

Abgänge:

Der einst als Hoffnungsträger gedraftede E.J. Manuel wärmt jetzt bei den  Raiders die Bank. Er konnte den hohen Ansprüchen nie auch nur ansatzweise gerecht werden und darf als Bust geführt werden.

Backup Running Back Mike Gillislee wurde zu den Rivalen nach New England abgegeben, wo er wahrscheinlich ähnlich glänzen wird wie Ex-Bills WR Chris Hogan im Vorjahr.

So hieß der eigentlich geplante Text bis 12.08.17: „Auf der Position der Passfänger wurde mit Ausnahme von Sammy Watkins nahezu jeder Spieler ausgetauscht: Robert Woods ging zu den Rams, der oft verletzte Percy Harvin beendete seine Karriere und Marchise Goodwin ging zu den 49ers.“

Dann shippten die Bills auch noch Watkins weg und so ist jetzt nicht nur Robert Woods begeistert, dass er weg ist; allerdings sind beide jetzt bei den Rams und somit dem Jared Goff Quarterback Projekt, was bislang deutlich schlechter lief als das T-Mobile Paket in Buffalo.

In der Defense wird man vor allem Linebacker Zach Brown (nach Washington) und Corner Stephon Gilmore (auch zu den Patriots) vermissen.

Ende August gab man darüber hinaus auch noch ex-Zweitrundenpick LB Reggie Ragland für einen Viertrundenpick nach Kansas City ab. Die Zukunft wird frühzeitig geplant.

Zugänge:

Die Neuzugänge schafften lediglich Tiefe: RB Mike Tolbert kam aus Carolina, Fullback Patrick DiMarco vom Super Bowl Verlierer Falcons; bei den Wide Receivern konnte man gleich ein Trio neuer Spieler begrüßen: Corey Brown (Carolina), Andre Holmes (Oakland) und Rod Streater (San Francisco) sollen die zahlreichen Abgänge kompensieren.

Durch die Abgabe von Sammy Watkins zu den Rams wurde ein weiterer Passfänger benötigt. Den ertauschte man sich dann von den Philadelphia Eagles: Jordan Matthews, der am wenigsten schlechte Wide Receiver der Eagles im Vorjahr (aber auch nur gut 800 Yards und 3 Touchdowns), kommt zu den Bills; im Gegensatz schickte man Cornerback Ronald Darby nach Philly.

Der nahmhafteste Spieler bei den Free Agent Verpflichtungen ist schon fast Kicker Steven Hauschka, der zuvor jahrelang für die Seahawks überzeugte.

Im Draft holte man sich zunächst Cornerback Tre’Davious White (LSU) an #27 sowie in der zweiten Runde Wide Receiver Zay Jones (East Carolina) und Right Tackle Dion Dawkins (Temple).

Der Star:

Bei den meisten Teams ist das der Quarterback, nicht so bei den Bills: Tyrod „T-Mobile“ Taylor ist auch bei den eigenen Fans alles andere als unumstritten.

Im Vorjahr fokussierte man sich nach zwei Niederlagen auf das Laufspiel und plötzlich zeigte Running Back LeSean McCoy , wozu er fähig ist. Der 29jährige Running Back erlief 1.267 Yards und 13 Touchdowns und zählte so zu den Besten der Liga – fast wie vor Jahren in Philadelphia, als „Shady“ die Gegner reihenweise austanzte.

Es ist jedoch fraglich, wie sehr er in dieser Ausgabe der Bills tanzen kann, wenn sich der Gegner „dank“ fehlender Receiver voll auf den Run einstellen kann.

Der Coach:

Das Experiment „Gebrüder Ryan“ scheiterte und noch während der laufenden Saison wurde der Trainerstab ausgewechselt.

In der neuen Saison werden die Bills von Sean McDermott gecoacht, der die fünf Jahre zuvor als Defensive Coordinator der Carolina Panthers gearbeitet hatte.

Von dort kennt er auch GM Brandon Beane, der die Nachfolge des nach dem Draft entlassenen Doug Whaley antrat.

Mein Tip im Vorjahr: 8-8

Tatsächlich: 7-9

Die Saison begann mit zwei Niederlagen (in Baltimore und zuhause gegen die Jets), was umgehend den Kopf des Offensive Coordinators kostete. Es folgten vier Siege – darunter ein sensationelles 16-0 bei den Patriots (allerdings mit deren drittem Quarterback).

In den letzten fünf Wochen gelang allerdings kein Sieg mehr und so wurde Rex Ryan bereits am 27.12.16 entlassen.

Die unfehlbare Prognose für 2017: 4-12

Irgendwie ist es schwer vorstellbar, dass die Bills plötzlich nach vorne schießen; den vielen Abgängen stehen kaum nahmhafte Neuzugänge gegenüber. Front Office und Trainerstab wurden komplett gewechselt, aber ob das allein genügen wird, um ernsthaft um die WildCard-Plätze mitzuspielen, scheint fraglich.

Es sieht alles nach einem „Rebuilding Year“ aus, in dem man die Grundlagen für eine erfolgreichere Zukunft legt.

Die Vorschau aus Fansicht

von Tim Gielians (@tigie23)

Man entließ das erfolglose und übermütige Ryan-Gespann und will mit einem jungen Team
für die Zukunft neu starten. Also sicherten sich die Bills die Dienste des jungen Brandon
Beane, der zuvor Co GM bei den Panthers war. Außerdem entschied man sich für ein neues
Coaching Staff unter der Führung von HC Sean McDermott, ebenfalls von den Panthers.
Beide kennen sich also und es bedarf keiner großen Gewöhnungsphase aneinander.
Allerdings kam das alles ein wenig spät und teils erst nach dem Draft. Somit wurden alle
Picks zwar vom neuen HC, aber noch vom alten GM gedraftet, was im Nachhinein
Verwirrung stiftete.

Mit den Abgängen von Watkins und Woods (beide Rams), Brown (Redskins), Gillislee und Gilmore (beide Patriots) und Darby (Eagles) steht auch hier ein Neubeginn an. Man ließ gute Spieler ziehen um Cap Space zu sparen und tradete, um zusätzlich Draft Picks zu sammeln.

Im nächsten Draft darf man somit in den ersten 3 Runden jeweils 2 mal ran, mit Blick auf die
Zukunft sehr positiv. Zusätzlich verstärkte man sich mit QB Yates (Free Agent/Dolphins),
WR Matthews (Eagles), FB DiMarco (Falcons), K Hauschka (Free Agent/Seahawks), CB
Gaines (Rams) und S Hyde (Packers).

Offense:
Mit den Zugängen Jones (Draft) und Matthews wird man dieses Jahr wohl nicht ganz so
stark sein wie letzte Saison, denn zusätzlich entschied sich Boldin (wurde in der Free
Agency verpflichtet) seine Karriere noch vor der Saison zu beenden. McCoy wird den Bills
wohl erhalten bleiben wie auch Taylor, was dem Team eine gewisse Konstante bringt. Das
gute running Game lebt also weiter und wird durch DiMarco und die weiterhin solide O-Line
unterstützt. Peterman (Draft) machte in der Presaison einen super Job und wird Taylors
Backup vor Yates. Bei den Kickern ersetzt Hauschka Carpenter, der seine Leistung zuletzt
immer weniger abrufen konnte.

Defense:
Hier darf man zuversichtlich sein. Man hat wieder auf das altbewährte 4-3 umgestellt, was
den meisten Spielern zugute kommt. Die Run-D macht einen sehr soliden Eindruck,
außerdem hat man sich im Backfield mit White (Draft), Gaines und Hyde stabilisiert. Ob der
Verlust von Gilmore und Darby zu kompensieren ist wird sich zeigen. In der Secondary hat
man zugeschlagen, sich gut verbessert und nun mehr tiefe. Ansonsten gibt’s zur Defensive
nicht großartig viel zu vermelden.

Fazit:
Das Motto unseres neuen HC ist “Playoff Caliber”, was die Spieler verinnerlichen. Jeder
nutzt seine Chance beim Neuanfang dabei sein zu können. In der Offense wird’s vorerst
schwieriger werden, da beide WR Starter neu im Team sind und sich erst eingewöhnen
müssen. Wenn das gut gelingt bin ich jedoch zuversichtlich das man annähernd gut sein
kann wie bisher. Das selbe gilt auch für die CB’s. Von der Defense im Allgemeinen erwarte
ich mir viel, da das 4-3 mehr Konstante bringt. Wenn zusätzlich die Secondary ihren Job gut
macht, erhoffe ich mir das man sich am Ende der Saison hinter den Patriots in der Division
wieder findet. Für die Playoffs wird’s dieses Jahr aber wieder nicht reichen.

 

Folgt Tim hier bei Twitter:

Tim Gielians Buffalo Bills NFL

 

 

 

 


Die Vorschau 2016:

Die letzte Lombardi Trophy:

Gibts noch nicht. Anfang der 90er schaffte man mit Jim Kelly als QB das Kunststück, sich vier Mal in Folge für das Finale zu qualifizieren…und alle 4 Endspiele zu verlieren.

Und die Donuts passen ja auch irgendwie zu den Gebrüdern Ryan…

Mein Tip im Vorjahr:

10-6 und Platz zwei hinter den Patriots.

Tatsächlich:

8-8. Mit dem an sich wertlosen Sieg im letzten Spiel gegen die noch um die Playoffs kämpfenden Jets konnte man zumindest eine losing season verhindern. Obwohl QB-Neuling Tyrod Taylor erstaunlich gute Ansätze zeigte, war man in Buffalo enttäuscht. Den großen Worten von Coach Rex Ryan folgten bei den Bills nur selten richtig gute Leistungen.

Lediglich Platz 3 in der AFC East im Vorjahr und das 16. Jahr in Folge ohne Playoffs.

Das Highlight der letzten Saison

Das erste und das letzte Spiel waren mit Sicherheit Highlights: zunächst gewann man deutlich gegen die als Favorit gehandelten Indianapolis Colts (27:14) zum Auftakt und im letzten Spiel versaute man den Jets noch die Playoffs. Nur dazwischen gab es zu viele Enttäuschungen. Eine Achterbahnfahrt…

Mein Tip für 2016:

8-8. Mit einem neuen Defensiv-Coordinator (Rex Ryans Bruder Rob) geht es in die neue Saison. Im Vorjahr war die Offense erstaunlich gut, aber der Pass Rush der D nur unzureichend. Das soll sich mit dem in New Orleans (und vorher schon andernorts) in Ungnade gefallenen Rob ändern. Allein mir fehlt der Glaube…

 

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

 

Saisonvorschau 2015:

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Die goldenen Jahre anfangs der 90er, als die Bills vier Mal hintereinander in den Super Bowl einzogen, sind lang vorbei. Die letzten Playoffs mit Bills-Beteiligung fanden 1999 (!) statt.

Letzte Saison:

9 Siege – 7 Niederlagen

Stars der Bills:

Der größte Star ist diese Saison der Coach.

Eigentlich auf dem Papier eine gute Mannschaft – mit Ausnahme der wichtigsten Position Quarterback.

Mit WR Percy Harvin (üblicherweise unzufrieden und verletzungsanfällig), RB LeSean „Shady“ McCoy (wurde in Philadelphia trotz sehr guter Leistungen nicht mehr gewollt) und G Richie Incognito (Mittelpunkt des Mobbing-Skandals bei den Dolphins vor zwei Jahren) sind einige talentierte Spieler vorhanden, deren Probleme außerhalb des Spielfelds liegen.

Dazu noch WR Sammy Watkins, der zu den hoffnungsvollsten Talenten der Liga auf seiner Position gehört.

Die Defense könnte im kommenden Jahr zu den besten der Liga gehören. Im letzten Jahr war diese schon sehr gut und Rex Ryan ist als Defensivspezialist bekannt, was die Bills zu einer Top-3 Defense machen könnte. DT Marcel Dareus, auf seiner Position einer der Ligabesten, pokert um einen neuen Vertrag und ist mit dem Fortgang der Gespräche nicht zufrieden.

Zusammen mit dem ehemals #1 Pick Mario Williams (zuvor bei den Houston Texans) könnte die Verteidigung die Gegner dominieren.

Coach:

Rex Ryan ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten auf der Trainerposition. Bei den Jets blieben zuletzt aber die Erfolge aus, weswegen sein Vertrag nicht mehr verlängert wurde.

Lange arbeitslos blieb er nicht. Und hat nach seiner Verpflichtung durch die Bills sofort die Herzen der Fans und Stars vergangener Jahre – allen voran Thurman Thomas und Jim Kelly – im Sturm erobert.

Seine Mannschaften sind für knallharte Verteidigungen bekannt. Die der Bills war letztes Jahr schon sehr gut – sollte durch die Verpflichtung Ryans noch ein Schub erfolgen, könnte die Defense zu den Top 3 der Liga gehören.

Ziel:

Rex Ryan versprüht seinen gewohnten Optimismus – etwas, was diese Franchise schon lange nicht mehr hatte. Gepaart mit der Suspendierung Bradys für vier Spiele kann das Ziel nur der Sieg der AFC East sein und endlich wieder eine Playoff-Teilnahme.

Seine Äusserung im Camp, dass er eigentlich 3 Quarterbacks hat, bedeutet letztendlich, dass er keinen hat, der was taugt. Das Rennen entschieden hat für mich absolut überraschend letztendlich Tyrod Taylor; Backup wird die unerfüllte Hoffnung der letzten Jahre, EJ Manuel, und Matt Cassel wurde beim Roster Cut entsorgt. Obwohl er vor dem Camp als Favorit galt…

Kontroversen:

Lange Zeit stand die Zukunft der Bills in Buffalo auf der Kippe. Ein Vertrag mit den Stadionbetreibern in Toronto führte zu einem Vertrag mit 8 Spielen in 5 Jahren dort. Der Zuspruch der kanadischen Fans hielt sich jedoch in Grenzen, weswegen letztendlich auch nur 7 Spiele dort stattfanden.

Nach dem Tod des Eigentümers Ralph Wilson 2014 wurde das Team für die Kleinigkeit von 1.4 Mrd US $ an das Ehepaar Pegula – bereits Eigentümer des Eishockey Teams Buffalo Sabres – verkauft. Seitdem scheint die Zukunft einer der traditionsreichsten Franchises der Liga gesichert.

Gut zu wissen:

Die Franchise hat sehr viele All Stars hervorgebracht – vor allem zu Beginn der 90er, als man wie erwähnt vier Mal in Folge die AFC gewann. Allerdings verlor man alle Super Bowls; trotzdem ist die sogenannte „K-Gun“-Offense mit QB Jim Kelly der Schrecken der Liga gewesen.

QB Jim Kelly erkrankte vor einigen Jahren an Krebs, der auch nach Behandlung zurück kam. Momentan gilt er als krebsfrei. Gefühlt ganz Amerika litt bei den Chemotherapien mit, da Jim Kelly und seine Familie damit sehr offen und auch öffentlichkeitswirksam umgingen.

Tip für 2015:

10 – 6 und Platz zwei hinter den Patriots.

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