Saisonvorschau Oakland Raiders 2017

Die letzte Lombardi Trophy:

XVIII – 1984 (schon als Los Angeles Raiders, zuvor 1981 und 1977 als Oakland Raiders).

Alles noch zu Zeiten des streitbaren Al Davis und etwas angestaubt.

Abgänge:

RB Latavious Murray wollte mehr Geld und unterschrieb in Minnesota (zu den mittlerweile aber nicht mehr allzu hohen Running Back Konditionen). LB Malcolm Smith trägt künftig das Trikot der 49ers und CB DJ Haden läuft für die Lions auf.

Zugänge:

QB E.J. Manuel kam als Backup; sollte man ihn einsetzen müssen, ist die Saison wohl gelaufen.

RB Marshawn „Beastmode“ Lynch kehrt aus dem kurzzeitigen Rentenstand zurück aufs Feld zu seinem Heimatteam (solange es noch da spielt). Zumindest die Pressekonferenzen dürften wieder spannend werden. Ansonsten ist er ja „nur“ Ersatz für Murray.

Mit WR Cordarrelle Patterson kommt noch ein Spieler, der gefühlt nie sein angepriesenes Potenzial ausspielen konnte. Zumindest als Kick- und Puntreturner ist er aber einer der Besten der Liga.

Draft:

Die 1. Runde brachte mit Cornerback Gareon Conley einen sehr umstrittenen Spieler – jedoch nicht auf dem Feld. Allerdings hatte er noch eine Anzeige wegen Vergewaltigung am Hals, die jedoch zwischenzeitlich eingestellt wurde.

Er könnte sich jetzt voll auf Football konzentrieren – wenn er nicht gleich mit einer Schienbeinverletzung das komplette Camp verpasst hätte.

In Runde #2 kam das britische Combine Wunder Safety Obi Melifonwu.

Der Star:

Die Raiders haben sowohl in Offense als auch Defense einen Star, die zusammen 2014 gedrafted wurden und gemeinsam die Franchise nach oben bringen: Wie man im Vorjahr schmerzlich erfahren musste, geht ohne QB Derek Carr wenig bis nichts und in der Defense gehört DE Khalil Mack zu den Besten seines Fachs.

Carr bekam schon einen neuen Vertrag und wurde zum bestbezahlten Spieler der Liga (Timing ist alles). Mack wird sicher folgen und dann ist ein großer Batzen Capspace weg – allerdings haben es sich beide auch verdient.

 

Der Coach:

Jack Del Rio geht in seine 3. Saison als Head Coach der Raiders; zuvor war er bereits einmal einige Jahre erfolglos in Jacksonville als Head Coach beschäftigt gewesen.

Seine Einstellung passt und er macht objektiv gesehen einen sehr guten Job; im letzten Jahr gewann Oakland zu Saisonbeginn eine Partie, weil er eine 2-Point Conversion statt eines Extrapunkt-Versuchs ausspielen ließ. Auf den Vorwurf von ESPN, dass das statistisch gesehen die falsche Wahl war, antwortete er knapp:

Einer meiner Lieblingssprüche: „Wer gewinnt, hat Recht.“ Und gewonnen hat er zuletzt ganz schön häufig.

Mein Tip im Vorjahr: 10-6

Tatsächlich: 12-4

Bis sich Derek Carr gegen die Colts schwer verletzte, lief es herausragend für die Las Vegas noch Oakland Raiders. Anschließend verlor man gegen Denver, was den Divisionsieg kostete, und hatte gegen ein limitiertes Texans-Team nichts zu bestellen.

Die Fans träumen immer noch davon, was ohne diese Verletzung hätte sein können, aber jetzt ist Carr wieder fit, hat mit Amari Cooper und Michael Crabtree seine Wide Receiver zurück und eine starke Defense in der Hinterhand.

Die unfehlbare Prognose für 2017: 13-3

Marshawn Lynch scheint voll motiviert, Derek Carr gesund und Gareon Conley hat zumindest den Nebenkriegsschauplatz Anzeige vom Hals.

Die Raiders sollten durchstarten und die starke AFC West gewinnen; anschließend traut ihnen nicht nur der allwissende Peter King zu, die Patriots final herauszufordern (was üblicherweise ein eher schlechtes Omen ist).

Bleiben alle Leistungsträger relativ gesund, so kann auch nur das das Ziel sein.

Die Vorschau aus Fansicht

von Henry Wayne (@Thorgrimmarson)

Was soll ich groß schreiben? Als Fan hoffe ich natürlich, dass die Raiders in der Super Bowl kommen und ihn auch gewinnen. Und das finde ich gar nicht sooo unrealistisch.

Wenn „Beastmode“ bei den Raiders einschlägt bzw bei den Gegnern und sich gut ins offensive Spiel integriert, wäre das eine massive Bereicherung.

Die Defense um Mack sollte wie letzte Saison stehen und ich hoffe auf viele Sacks von ihm. Wünschenswert wäre, dass Carr seine Leistung vom letzten Jahr wiederholt und seine Verletzung ihn da nicht ausbremst durch ängstliches Spiel oder ähnliches.

Wenn diese Faktoren alle passen, sehe ich einer sehr positiven Saison und Bilanz entgegen. In dem Sinne #ReturnToGreatness

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Die Vorschau 2016:

Die letzte Lombardi Trophy:

XVIII – 1984 (schon als Los Angeles Raiders, zuvor 1981 und 1977 als Oakland Raiders)

Mein Tip im Vorjahr:

4-12 und der letzte Platz in der AFC West.

Tatsächlich:

7-9. Und damit vor den Chargers auf Platz 3. Ansatzweise war zu erkennen, dass die Combo Carr/Cooper eine richtig gute werden kann. Dazu mit Khalil Mack einen herausragenden Spieler in der D – die Raiders sind einer der Media Darlings des Sommers.

Das Highlight der letzten Saison


Beim 15:12 der Raiders gegen die Denver Broncos holte sich Khalil Mack gleich 5 Sacks – genug für den (geteilten) Franchise Rekord. Nach 8 Niederlagen in Denver konnten die Raiders endlich wieder einmal gewinnen beim späteren Titelträger.

Mein Tip für 2016:

10-6. Auch ich kann mich dem Medienliebling des Sommers nicht verschließen (wer den Let’s Talk Football Podcast #152 – das Wettspecial – gehört hat, weiß, dass ich die Raiders sogar als Super Bowl Longshot tippe; hier der Link: LTF-Podcast).

Selten waren die Voraussetzungen so gut: die Broncos ohne objektiv überdurchschnittlichen QB, eine Defense, die nicht jünger wird und dazu wohl ein Super Bowl Hangover. Einzig die Chiefs sind ernstzunehmende Konkurrenten, aber den Zweikampf entscheiden die künftigen Las Vegas Raiders für sich.

Sollte es Al Davis in den Himmel geschafft haben, dann wird er seine helle Freude an diesem Team haben.

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

 

Die Vorschau 2015:

Spitzname:

Da gibts ne ganze Reihe: Raider Nation, the Silver and Black, Men in Black.

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Die „letzten Jahre“ muss man schon lang ausweiten: die Playoffs wurden zuletzt 2002 erreicht – und da sogar der Super Bowl. Allerdings verlor man gegen die Tampa Bay Buccaneers mit Coach Jon Gruden, der wiederum im Jahr zuvor noch Coach der Raiders war. Seitdem herrscht eine durchgehende Misere, die die riesige Fangemeinde auf eine harte Probe stellt.

Letzte Saison:

3 Siege – 13 Niederlagen

Stars der Raiders:

In den letzten Jahren wurden einige Stars geholt, deren Zenit jedoch längst überschritten war, und die ihre Karriere mangels anderer gut dotierter Angebote in Oakland ausklingen ließen. Der sportliche Erfolg blieb komplett aus.

Mittlerweile hat man mit QB Derek Carr, jüngerer Bruder des in Houston Anfang der 2000er grandios gescheiterten David Carr, einen jungen QB, der in seiner ersten Saison gute Ansätze gezeigt hat.

Er wurde auch mit einigen Wide Receivern ausgestattet, die den Namen verdienen. Vor allem der zu Beginn der ersten Runde im Draft an #3 geholte WR Amari Cooper weckt Hoffnungen auf eine bessere Saison. Dazu WR Michael Crabtree, der in San Francisco zuvor sportliche Achterbahnfahrten verursachte. Weltklasse und Kreisklasse wechselten sich mit Verletzungen ab.

Einzig seit Jahren auf Topniveau spielend ist Kicker Sebastian Janikowski. Aber der ist halt auch nur Kicker.

Coach:

Jack del Rio geht in seine erste Saison als Head Coach der Raiders, nachdem er im Vorjahr dort noch Assistenztrainer war. Er war bei den Jacksonville Jaguars bereits acht Jahre Head Coach bis 2011.

Irgendwie passt seine Art zu den möchtegern-Bad Boys Raiders. Ich würde ihm den Erfolg gönnen.

Ziel:

Geträumt wird bei den Raiders immer. Realistisch gesehen ist eine ausgeglichene Bilanz immer noch Wunschdenken.

Kontroversen:

Die gab es vor allem, als der Verein noch Al Davis gehörte. Der starb allerdings im Oktober 2011; sein Sohn hat etwas Ruhe einkehren lassen. Al Davis war der „Maverick Owner“ schlechthin – er zog sein eigenes Ding durch und schreckte auch nicht davor zurück, die Liga zu verklagen.

In seinen letzten Lebensjahren wurde er allerdings kaum mehr ernst genommen.

Diese Saison steht unter besonderer Beobachtung: als eines von drei Teams – neben den San Diego Chargers und St Louis Rams – bewirbt man sich um einen Umzug nach Los Angeles. Dort spielten die Raiders bereits 1982-1994. Mit den Chargers will man ein gemeinsam genutztes Stadion bauen. Ob der Rest der Liga zustimmt, wird die nahe Zukunft bringen. Für die vielen Hardcore-Fans der Raiders wäre es ein Todesstoß – auch wenn man bislang in einem der marodesten Stadien der Liga spielt.

Gut zu wissen:

Al Davis machte bei den Raiders alles – er ist der einzige Eigentümer, der auch schon Manager, Co-Trainer, Trainer und sogar eine Saison Ligachef war. Den Umzug nach Los Angeles 1982 setzte er gerichtlich gegen den Widerstand der Liga durch.

Seit seinem Tod brennt eine „ewige Flamme“ im Stadion der Raiders, die auch zum Gastspiel in London mitgenommen worden war.

Tip für 2015:

4-12 und der letzte Platz in der AFC West.

 

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