Interview Johannes Busley / RANDBREITENverlag

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Johannes Busley hat vor gut einem Jahr den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und den RANDBREITENverlag ins Leben gerufen. Dort sind bereits drei erfolgreiche Footballbücher erschienen und das soll natürlich noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Du hast vor ungefähr einem Jahr auf Verleger im Sportbuchbereich umgesattelt. Kannst Du den Lesern, die die Anfänge noch nicht mitbekommen haben, kurz erklären, wie es dazu kam?

Ich bin mit meinem privaten Twitteraccount leidenschaftlich und viel auf Twitter unterwegs. Als dann #ranNFL nicht nur im TV, sondern auch bei Twitter ein Ding wurde, war ich natürlich auch gleich dabei, und habe mich mit meinem *HUST* unnachahmlichen Humor und mangelndem Fachwissen eingebracht.

So habe ich dann die Onlinebekanntschaft mit @arbeitskollege, @lippokratis, @ickeKritiker, dir und vielen, vielen weiteren gemacht, und fand mich unversehens in einer Twitter-PN-Gruppe wieder, in der es um die Absprachen über den Draft einer FanFoo-Liga ging. Und dort traf ich dann auch auf Roman Motzkus…

Und „wir“ drängten Dich dann zu einem Roman Motzkus Buch?!

Ein „Ja“ wäre hier nicht sooo abwegig; tatsächlich kamen dann nicht nur in der Gruppe Fragen über RoMos Vergangenheit und Background, sondern, gerade zur Mitte der Saison, viele Fragen nach den Erfolgen vom Schenk, den Leistungen vom Coach oder auch Steckers Karriere und eben Roman unter #ranNFL auf.

Zunächst habe ich dann Roman schlicht angeboten, ihm bei der Idee und, so gewollt, Realisierung einer Bio im Eigenverlag zu helfen, da mir, als gelerntem Buchhändler, einige Tricks und Kniffe noch bekannt waren. Aber irgendwann hat es dann bei mir „KLICK!“ gemacht, und ich habe begonnen darüber nachzudenken, ob das weite Themenfeld „Nischensport“ unter einem Dach nicht funktionieren, und für alle Beteiligten nicht ein größerer, viel wahrscheinlicher Erfolg werden könnte.

Wo lagen für Dich die größten Hürden in diesem Anfangsjahr?

Puh, Hürde… Es ist jetzt nicht so, dass mich und meine Familie der bisherige Umsatz trägt, geschweige denn meine Gründungskosten noch dazu bereits ausgeglichen hätte, aber das ist ja auch nicht verwunderlich, und über den Start der drei Bücher kann ich auch wirklich, wirklich nicht klagen.

Die größte Hürde ist tatsächlich, meinen Fuß in die Türen der unterschiedlichsten Stellen zu bekommen; das schließt neben dem Handel auch die Verbände, Vereine und meine „Targets“, diejenigen, die ich mir als Autoren vorstellen könnte, ein.

Wie fällt Deine (Zwischen-)Bilanz aus? Was würdest Du mit der Erfahrung jetzt anders angehen?

Also was die Stückzahlen der Taschenbücher angeht bin ich echt zufrieden. An der eBook-Front muss ich mir mit den Leuten die mich beraten noch etwas einfallen lassen.

Ändern würde ich zweierlei, was jetzt aber nicht sonderlich tragisch ist: Ich würde meine Reisen und Reisekosten etwas zurückschrauben 😉 , denn ich war schon echt viel, und letztlich nicht immer gewinn- oder erfolgbringend on tour. Zum anderen würde ich zwei, drei Kontakte zu potentiellen Autoren anders handhaben: Beim einen vielleicht etwas früher aufstecken, beim anderen mit etwas Druck in die richtige Richtung schubsen.

Du hast jetzt drei Footballbücher am Markt, aber der RANDBREITENverlag wird ja kein reiner Footballverlag sein. Was hängt noch in der Pipeline und sind doch noch Footballbücher in näherer Zukunft geplant?

Da dies hier ein FootballBlog ist erlaube ich mir einen Hinweis: Es gibt im Netz ja eine FÜLLE an Sportformaten, die unglaublich gut, mit unglaublich viel Engagement und unglaublich viel Fachwissen betrieben werden: Basketball, Dart, Motorsport und, und, und … So verwundert es nicht, dass es bei „RANDBREITEN“ nicht immer nur um Football gehen wird – das nächste Buch thematisiert den Einstieg eines nicht ganz unbekannten Comedians ins Kite-Surfen.

Aber für euch Footballnasen werfe ich einmal was in die Runde: Ich bin in guten Gesprächen für drei neue Football-„Dinger“; wer meinen Verlag bislang auf dem Schirm hatte, sollte ihn besser nicht so schnell aus den Augen lassen.

Ich spar mir mal die Frage, welches der drei schon erschienenen Bücher Dir am meisten gefällt, weil das wahrscheinlich wie mit dem Lieblingskind ist. Aber welche Erinnerung im Bezug auf das jeweilige Buch ist bei Dir am meisten hängen geblieben?

Vorneweg muss ich sagen, dass alle drei Jungs, Roman Motzkus [sein Interview zum Buch hier: LINK], Alex von Kuczkowski und Nils Müller [das Interview zu seinem Buch: LINK], wirklich feine Jungs sind. Ich fange jetzt nicht an rum zu schwullsten, dass sie „mich in meiner Entwicklung um Jahre weitergebracht haben“, oder „DER Impact meines Lebens“ sein werden, aber es ist schon zu sagen, dass sie alle drei Charaktere sind, die ich so in meinem bisherigen Umfeld nicht kannte oder hatte, und mir das viel Spaß und Erfahrungen bereitet hat.

Roman Motzkus, der sich mir kleinen Fischs angenommen, mich in seine herrschaftliche Villa eingeladen, und im Sommer vergangenen Jahres sogar meinen Sohn und mich am Grill verköstigt, und seinen Töchtern vorgestellt hat.

Alex von Kuczkowski, der in seiner Arbeit absoluter Profi ist -nicht „zu sein scheint“, sondern IST- und mir mit tollen Ratschlägen und absoluter Bereitschaft vieles ermöglicht hat.

Und Nils Müller, der trotz Vollzeitstudiums plus Job plus Trainerjob plus Lebensgefährtin plus Privatleben sehr selbstbewusst auch noch ein Buchprojekt zugelegt, und das dann extrem straight abgeliefert hat.

Du hast für den RANDBREITENverlag ja erst einmal Deine eigentliche berufliche Karriere als Weinhändler (right?) ruhen lassen. Wie schwer fiel Dir dieser Schritt in die komplette Eigenständigkeit?

Nun, es war etwas anders: Ich habe meine Anstellung bei der Telekom an den Nagel gehängt, und da ich zuvor lange Jahre sehr eigenverantwortlich im Weinhandel gearbeitet habe, war der Faktor „Selbstständigkeit“ nichts, was mich hinsichtlich des Arbeitsaufkommens schocken konnte – zumal ich darüber hinaus auch seit über einem Jahr nebenberuflich etwas Immobilienverwaltung betreibe. Aufmerksame Leser werden an diesem Punkt festgestellt haben, dass ich beruflich schon auf einigen Hochzeiten getanzt habe…

Was wünscht Du Dir für das kommende Jahr (bezogen auf den Verlag)?

Ich habe gerade einige sehr schöne Kontakte. Die dürfen sich gerne in sehr schöne Bücher fügen. =)

Last but not least: Wen wünscht Du Dir im kommenden Draft für „Deine“ Browns und wie viele Siege werden sie im kommenden Jahr einfahren („the only way is up“)?

Profi der ich bin, finde ich den Schedule ziemlich machbar; also mehr als zwei Siege, also mehr als eine schlichte Verdopplung der Vorjahresbilanz, sollte drin sein. Draft… puh… mein einziger Wunsch ist, dass sie keinen Quarterback draften.

Wer darf denn den Quarterback geben bei den Browns? Ist der neu aus Buffalo geholte Tyrod „T-Mobile“ Taylor der Heilsbringer oder bekommt Cody Kessler noch eine Chance? Oder gar ein mysteriöser Dritter?

Ach, ich weiß es doch auch nicht! Ich gehöre nicht zu denen, die die Statistiken der Spieler einer Position vergleichen. Taylor hat natürlich schon einige Spiele und drei Saisons als Starter auf dem Buckel. Aber bei Kessler hätte ich vom Feeling her ein gutes Gefühl.

Dann hoffen wir, dass sich dieses Feeling auch in Bezug auf den Verlag so hält! Auf viele weitere erfolgreiche Jahre RANDBREITENverlag und gerne auch noch viele Jahre hier als „Lektor“ meiner Kolumnen, was Du ja seit langer Zeit schon hervorragend ausübst. Danke auch noch einmal an dieser Stelle dafür!

Johannes ist – wie er selbst erwähnt hat – sehr aktiv bei Twitter. Folgt ihm unter @RANDBREITEN – es lohnt sich!

Ein Gedanke zu „Interview Johannes Busley / RANDBREITENverlag

  • 22. März 2018 um 4:02
    Permalink

    MeineNFL.de, thank you for your blog post.Really thank you! Awesome.

    Antwort

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