Saisonvorschau New York Giants 2017

Die letzte Lombardi Trophy:

XLVI – 2012 (dazu noch 2008, 1987, 1991) . Die letzten beiden Super Bowls jeweils als Außenseiter gegen die Patriots gewonnen (war mir persönlich noch weh tut.

Abgänge:

Salsajubler Wide Receiver Victor Cruz ist weg  und tanzt nach einigen Jahren Abstinzenz jetzt vielleicht wieder öfter  bei den Bears; DT Jonathan Hankins wird in New Yorks Defense fehlen.

Zugänge:

WR Brandon „Borderliner“ Marshall wechselte innerhalb New Yorks zu den G-Men. Er ist mittlerweile auch schon 33, aber könnte zusammen mit OBJ, Sterling Shepard und dem Pass Catching Tight End Evan Engram eine Monster-Pass-Offense werden.

Für einen Running Back sind da fast keine Touches übrig…

Draft:

Es wurde mit Evan Engram in Runde 1 ein Tight End, der vorwiegend Pässe fangen kann. Nicht unbedingt die größte Baustelle bei den Giants (siehe die Fansicht von Chris unten).

Runde 2 brachte dann einen DT  mit Dalvin Tomlinson, der mit Jason Pierre-Paul, Olivier Vernon und Damon Harrison auf dem Papier eine richtig starke D-Line bilden sollte.

Der Star:

Eli Manning ist alt und hat das patentierte Sad Face. Er taugt daher nur bedingt zum Star. Der ist sowohl spieltechnisch, als auch was die zugehörigen Allüren angeht, sicherlich Odell Beckham Junior.

Sagenhafte Catches und dann wieder Aktionen, wo er mit dem Kopf durch die Wand will. Ein Star eben.

Der Coach:

Ben McAdoo wurde im Januar 2016 befördert. Mit einer Bilanz von 11-5 rettete er dann dem Chefeinkäufer des Vorjahres, GM Jerry Reese, den Kopf.

Mich erinnert er immer so ein bißchen an einen Pornodarsteller der 70er.

Nicht, dass ich mir sowas ansehen würde.

Mein Tip im Vorjahr: 9-7

Tatsächlich: 11-5

Am Anfang war noch etwas Sand im Getriebe, als man nach knappen Siegen gegen die Cowboys und Saints plötzlich 3 Spiele in Folge verlor. Es folgte eine 6 Partien anhaltende Siegesserie und ohne die phantastische Saison der Cowboys hätte man wohl auch den Divisionstitel geholt.

So musste man wieder einmal im Winter ins Lambeau Field reisen und schied dort verdient nach einem 13-38 aus.

Die unfehlbare Prognose für 2017: 11-5

Die Giants halten ihr Level auch ohne Running Game und mit einem Eli Methusalem Manning.

Mehr Platz ist nicht, denn jetzt folgt die ausführlichste Fanvorschau der Geschichte dieses Blogs. Viel Spaß:

Die Vorschau aus Fansicht

von Chris Butzke (@ChrsView)

(Fast) alles beim Alten

Wie jedes Jahr gibt es in der Offseason ein Kommen und Gehen bei allen Teams. Auch die Giants blieben nicht tatenlos. Der wohl auf­se­hen­er­re­gendste Move war das Signing von Star Wide Receiver Brandon Marshall. Dafür war die Ehe zwischen Victor Cruz und den Giants geschieden. Der langjährige Blue Man versucht sein Glück nun in Chicago, nachdem er in New York aufgrund diverser Verletzungen nur noch Receiver Nummer 3 war.

Ebenfalls „Goodbye“ hieß es auch bei Jonathan Hankins. Bis zu 27 Mio Gründe ließen ihn Richtung Indianapolis ziehen. Für den Starting DT wurde kein Free Agent verpflichtet. Im Gegensatz zu Hankins darf sich Jason Pierre Paul als Giant bezeichnen. Auch wenn er Probleme haben wird, sein Geld mit vollen Händen wieder unter das Volk zu bringen, war sein Signing wichtig für die komplette Defense.

Neben seinen Elite Fertigkeiten beim Pass Rush weiß er auch gegen den Run zu überzeugen. Mit ihm und Oliver Vernon bleibt eines der wohl gefürchtetsten Rush Duos weiterhin vereint.

Ebenfalls wichtige  Re-Signings sind Teilzeit-Starting LB Keenan Robinson, TE Will Tye, LS Zak Deossie (seine 10. Season für die Giants) und RG John Jerry. Sie werden auch diese Spielzeit die meiste Zeit einen Starterspot bekleiden. Nennenswerte Free Agents sind neben Geno Smith (oh yeah, wer will Geno nicht gern im Team haben?) auch der ehemalige Charger und Erstrunden-Pick  D.J. Fluker, der sowohl RT als auch RG spielen kann (bzw eigentlich eher weniger, denn sonst wäre er vermutlich noch ein Charger). Fluker spielte eine grundsolide Rookie Season, baute dann aber merklich ab.

Don’t reach, young blood!

Kommen wir zum neuen, jungen Blut. Mit dem 23. Pick sicherte man sich die Dienste von TE Evan Engram (Ole Miss). Engram gilt mit O.J Howard und David Njoku zu den talentiertesten TE’s dieser Kraft Class. Jedoch verpasste man es so, größere Lücken im Team zu schliessen. Mit Reuben Foster war der wohl beste MLB des Jahrgangs noch verfügbar, ein OT hätte die Team Needs auch besser erfüllt als ein Tight End, der seine Stärken vor allem als Passempfänger hat. Die Pass-First-Offense entwickelt sich so mehr in eine Pass-Only-Offense. Zweifelsohne ist Engram ein legitimer Erstrunden-Pick, nur haben die Giants andere Baustellen zu diesem Zeitpunkt gehabt. Trotzdem wird er mit seiner Athletik einen sofortigen Impact auf die Offensive ausüben können. Sein Blocking ist aber noch sehr ausbaufähig, zu viel Unterstützung darf man anfangs eher nicht erwarten.

In der zweiten Runde pickte man mit Dalvin Tomlinson einen DT. Nach dem Abgang von Jonathan Hankins ist dies eine logische Konsequenz, zumal O-Liner mit sofortigem Starterpotential zu diesem Zeitpunkt schon sehr rar gesät waren. Tomlinson  ist ein „Big Guy“, den man nur schwer aus dem Weg räumen kann. Er ist ein guter Run Stopper mit einem bemerkenswerten Pass Rush für einen Nose Tackle.

Mit Davis Webb hat man sich ein Projekt für die Post-Eli-Ära geholt. Talent ist zweifelsfrei vorhanden, ob es für die NFL reicht, wird sich erst in ein paar Seasons zeigen. Mit Wayne Gallman erweitert man seine Range an Running Backs. Gallman ist nicht der schnellste Back, aber er rennt entschlossen und hart auch in noch so kleine Lücken.

Avery Moss und Adam Bisnowaty komplettierten den 2017er Giants Draft. Moss kann sowohl als 3-4 OLB, als auch als ein 4-3 DE eingesetzt werden. Er fiel jedoch am College öfters mit Problemen neben dem Feld auf und wurde mehrfach suspendiert. Er soll den Pass Rush weiter stärken. Bisnowaty galt letztes Jahr noch als ein potentieller Top 10 Pick, doch Verletzungen haben ihn weit auf dem Board zurückgeworfen. Der OL besitzt eigentlich Starting Potential, sollte er endlich mal verletzungsfrei bleiben.

Die Giants haben sich viel Talent im Draft geholt, verpassten es aber, die wirklichen Need-Positionen MLB und OT zu füllen. Außerdem hat man nicht unbedingt den besten verfügbaren Pick auf der Position gezogen (Engram statt Njoku, Tomlinson zum Zeitpunkt auch nicht unbedingt der beste DT)

Was kann man aus den Training Camps und ersten Preseason Games ableiten?

Es kann endlich wieder eine gute Season für Brandon Marshall werden. Denn nach Cutler, Fitzpatrick, Henne, Moore und Kyle „mein Schnauzer ist schöner als mein Wurf“ Orton hat BM15 mit Eli Manning erstmals sowas wie einen Elite QB. Auch die Harmonie innerhalb des WR Corps scheint gut zu sein. Für Marshall ist es eine neue Situation, denn er ist nicht die Nummer 1. Aber trotzdem sollte er genug Catches bekommen. Durch sein fortgeschrittenes Alter hat er einiges an Speed eingebüßt, doch durch seine schon fast Tight-End-ische Statur wird er ein wichtiges Ziel für Eli werden.

Während die Passempfänger fast schon auf Wolke 7 zu schweben scheinen, tun sich Abgründe in der Offensive Line auf. Besonders OT Ereck Flowers hinterließ einen mehr als überforderten Eindruck in den Camps. Der ehemalige Firstrounder muss endlich seine NFL-Tauglichkeit beweisen. Bei den Preseason Games bisher hatte er zwar solide Füße, doch ist er mit seinen Händen oft überfordert und immer nah am Holding. Man hat auch keinen Back Up in der Hinterhand.

Auf der RT Position dürfte Bobby Hart gesetzt sein, auf RG streiten sich Fluker und John Jerry um den Starter Spot. Doch es steht alles auf sehr wackligen Beinen. Das ohnehin schon schwache Running Game dürfte es wieder schwer haben, da auch der letztjährige Starter Rashad Jennings das Team verlassen musste. Daher wird es wichtig, dass Shane Vereen wieder fit wird und zur alten Form findet. Sollte der gegnerische Pass Rush durchkommen (und er wird durchkommen), hat man mit Vereen eine zuverlässige Anspielstation im Backfield. Mit Perkins scheint man seinen Starting RB für Laufspielzüge gefunden zu haben (falls man überhaupt mal laufen will). Auch Rookie Gallman sah einige Snaps in den Preseason Games gut aus, sowohl als Runner als auch Receiver.

In der Defense gibt es nicht viel Grund zur Sorge: Lediglich Landon Collins schien sein Breakout Year etwas zu sehr gefeiert zu haben und so hat man am ersten Trainingstag sehr viel Landon Collins gesehen.

Doch scheint er nichts von seiner Schnelligkeit eingebüßt zu haben. In den Preseason Spielen sah bisher CB Valentino Blake viele Snaps, konnte aber trotz einer Interception gegen die Steelers nicht voll überzeugen.

Prognose

Auch wenn man in der Defense Jonathan Hankins verloren hat, wird sein Weggang verschmerzbar  sein. Rookie Tomlinson und Run Spezialist Damon Harrison sollten ihn kompensieren. Sollte JPP auch wieder 100% sein, hat man einen der besten Pass Rushes, die Secondary ist mit Collins, Rodgers-Cromartie und Jackrabbit ebenfalls auf elitärem Niveau. Nur die MLBs fallen im Vergleich etwas ab, doch sollte man wie schon letztes Jahr eine Top 10 Defense stellen. Bei der Offense hängt sehr viel von der Offensive Line ab. Sollte diese dem gegnerischen Rush standhalten, hat Eli die Qual: OBJ, BM15 und Sterling Shepard, dazu Engram und Vereen.

Halleluja, da will man nicht der Gegner sein. Man wird eine absolute Pass-First-Offense sein und das kann wieder sehr anstrengend für die Giants Fans werden. Denn letztes Jahr wirkte es oft sehr eindimensional und häufig hielt die gute Defense das Team im Spiel. Daher bleib es abzuwarten, ob man die Pferdestärken auch auf das Feld bringen kann.

Zum Auftakt empfängt man traditionell die Cowboys, die ohne Zeke Elliott ran dürfen. Mit einem guten Auftakt kann man sich die Favoritenrolle in der NFC East sichern. Auf dem Papier haben eigentlich alle Teams Chancen auf eine +10 Wins Season. Die Giants haben sich im Vergleich zum letzten Jahr kaum verändert, sowohl die Stärken (besonders die Secondary ist das Prunkstück) als auch die Schwächen („O Line“) sind die selben.

Daher sehe ich persönlich die Giants bei 11-5 und dem ersten Platz in der Division.

Folgt Chris hier bei Twitter:

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Die Vorschau 2016:

Die letzte Lombardi Trophy:

XLVI – 2012 (dazu noch 2008, 1987, 1991)

Mein Tip im Vorjahr:

9-7 und Platz zwei in der NFC East..

Tatsächlich:

6-10 . Und nur der vorletzte Platz in der NFC Least. Obwohl das teilweise grausam war, was die anderen Teams boten, konnte man sich nicht absetzen und zeigte eine der schlechtesten Defensivleistungen der kompletten Liga. In der Konsequenz kostete dies dem ältesten Coach der Liga, Tom Coughlin, den Kopf.

Das Highlight der letzten Saison

Die Spieltage 3 – 5 (Washington, Bills, 49ers) wurden allesamt gewonnen, aber danach lief nicht mehr viel zusammen. So war die Miniserie schon fast das Highlight. Und Odell Beckham Junior zeigte mehrfach seine Klasse – an ihm dürften die Fans noch lange Freude haben.

Mein Tip für 2016:

9-7 . Die Defense wurde mit viel Geld zumindest auf dem Papier verstärkt. Ob dadurch auch die Chemie stimmt und sich das dann auch in Siegen niederschlägt, bleibt abzuwarten. Trotzdem sollte es zumindest leicht aufwärts gehen in New York…

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

 

Die Vorschau 2015:

Spitzname:

Der bekannteste ist „G-Men“, dazu „Jints“ und „The New York Football Giants“ (nachdem es auch einmal eine gleichnamige Baseball-Franchise in New York gab, bevor die 1958 nach San Francisco zog).

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Die Giants gewannen insgesamt vier Super Bowls, davon die letzen beiden (2007 und 2011) in jüngerer Vergangenheit – jeweils gegen die New England Patriots.

2007 ging man als deutlicher Außenseiter ins Finale, da die Patriots bis dahin alle Saisonspiele gewonnen hatten. Aber nach einem Spielzug, über den man wohl noch in vielen Jahren spricht („velcro catch“ von David Tyree – der Klettverschluss-Fang), gewannen die Giants nahezu sensationell.

Die Geschichte wiederholte sich vier Jahre später – wieder war man Außenseiter (allerdings diesmal nicht so deutlich) – und erneut wurde die Siegesparade im Anschluss in New York abgehalten.

 

Dazu Playoff-Teilnahmen in Hülle und Fülle (2000, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2011), aber irgendwie unterschätzt man (=ich) das Team trotzdem.

Letzte Saison:

6 Siege – 10 Niederlagen

Stars der Giants:

Nach der vergangenen Saison kann es eigentlich nur eine Antwort geben: WR Odell Beckham Jr, ein Rookie, startete die Saison verletzungsbedingt auf der Tribüne. Als er endlich zu Beginn des Monats Oktober eingreifen konnte, erzielte er sofort im ersten Spiel einen Touchdown.

Ab da startete er durch und erzielte letztendlich 12 Touchdowns in seiner Premierensaison. Viel wichtiger war, dass er einer am Boden liegenden Franchise wieder Hoffnung gab – vermutlich wurde auch nur so die drohende Entlassung von Coach Coughlin verhindert.

Ein absolutes Saisonhighlight – nicht nur der Giants, sondern der ganzen Liga – war der einarmige Touchdown-Fang gegen die Cowboys. Hier die Szene zum mit-der-Zunge-schnalzen: youtube

Und das bei Sunday Night Football – einer der größeren Bühnen des Footballs – gegen den gehassten Rivalen. Besser geht es nicht.

Er hat zudem mit Sicherheit vielen Fantasy-Spielern zur Meisterschaft verholfen (auch von mir nochmal ein großes Danke OBJ!).

Irgendwie sollte man wohl auch Eli Manning als Star nennen. Ich tu’s aber trotz zwei Super Bowl Siegen nicht. Er selbst würde das wohl anders sehen: bei den Vertragsverhandlungen Mitte August drang an die Öffentlichkeit, dass er der bestbezahlte Spieler werden will. Der kompletten Liga. Für einen bestenfalls durchschnittlichen QB ein ganz schöner Anspruch.

Coach:

Head Coach Tom Coughlin ist mit 68 wohl der älteste Head Coach der NFL (wenn es noch einen älteren geben sollte, so fällt mir der gerade nicht ein).

Er holte zwei Super Bowl Siege mit den Giants, als dies wirklich nicht erwartet worden war – und er in Fankreisen alles andere als unumstritten war.

Coughlin gilt als Disziplinfanatiker: meine Lieblingsgeschichte ist die, als er 2004 in seiner ersten Saison in New York zwei Neuzugänge im Trainings Camp mit Geldbußen belegte, weil sie objektiv gesehen pünktlich waren. Aber Coughlin startete seine Meetings immer fünf Minuten vor der vereinbarten Zeit und die beiden kamen nur drei Minuten zu früh – statt fünf. Für jeden wurde die Kleinigkeit eines Tausenders fällig und sie verstanden die Welt nicht mehr.

Unvergessen auch die Bilder vom NFC Finale 2008 in Green Bay, als Coughlin stoisch mit eingefrorenem Gesicht coachte (oder einfach nur festgefroren war).

Ziel:

Die Medien in New York sind unerbittlich – und wollen eigentlich auch immer den Super Bowl. Wieso das zwei Mal geklappt hat, kann ich als Patriots-Anhänger immer noch nicht nachvollziehen, aber es hat irgendwie gereicht. Realistisch könnte das Ziel Playoff-Teilnahme bedeuten.

Kontroversen:

Da gibts gleich zwei lustige Geschichten:

1. Die erste ist bereits aus dem Jahr 2008 und handelt von WR Plaxico Burress. Der war bereits in seiner Zeit in Pittsburgh zuvor durch sein Talent auf dem Spielfeld und seinen eingeschränkten Intellekt abseits des Rasens aufgefallen.

Im November besuchte er dann einen Nachtclub in New York. Aus nur bedingt nachvollziehbaren Gründen hatte er hierzu eine geladene Pistole in seiner Jeans; die war anscheinend nicht gut befestigt und rutschte nach unten, weswegen er nach ihr greifen wollte. Dabei betätigte er versehentlich den Abzug und schoss sich ins Bein.

Damit der Strafe aber nicht genug (mal abgesehen von dem gefundenen Fressen für die schlimmste Medienlandschaft der USA in New York): weil er keinen gültigen Waffenschein besaß, wurde er angezeigt und letztendlich zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt (wovon er 20 Monate auch tatsächlich absitzen musste).

Tatsächlich ein kompletter Beinschuss für ihn der Abend.

2. Die zweite Geschichte ist vom 4. Juli 2015 – zu diesem Datum wird alljährlich die amerikanische Unabhängigkeit gefeiert; gerne wird hierzu auch Feuerwerk verwendet.

DE Jason-Pierre Paul hatte sich dazu einen ganzen Anhänger voll Feuerwerk geleistet, dessen Bild er „vorher“ noch stolz bei Instagram präsentierte.

Er traf dann die fatale Entscheidung, einen pyrotechnischen Gegenstand in seiner rechten Hand anzuzünden; die folgende Explosion riss ihm Teile der Hand weg und es musste in der Folge der rechte Zeigefinger amputiert werden. Zusätzlich ist der Daumen gebrochen.

Bis dahin eigentlich nur tragisch; JPP, wie er abgekürzt wird, verklagte dann das Krankenhaus, weil seine Krankenakte bei ESPN veröffentlicht worden war, und versagte Vertretern der Giants den Zutritt zu seinem Zimmer, die (sicher nicht ganz uneigennützig) sich nach seinem Zustand erkundigen und medizinische Unterstützung anbieten wollten.

JPP befand sich in Vertragsstreitigkeiten mit den Giants und zu diesem Zeitpunkt der Saison viele Wochen später ist sein Status noch immer unklar.

Highlight des ganzen Dramas war die Aussage des Teameigentümers Mara, der auf die Frage eines Reporters nach dem Gesundheitszustands JPPs am 30. Juli antwortete, dass er „nicht wisse, wie viele Finger JPP momentan hat.“

Eine sehr skurrile Geschichte, die sicher noch nicht zu Ende ist.

Mittlerweile sind es nur noch wenige Tage bis zum Saisonbeginn – und über die Möglichkeit, dass JPP aufläuft, herrscht immer noch Uneinigkeit. Er hat den sogenannten Franchise Tender – ein Vertrag über ein Jahr zu guten Konditionen – nicht unterschrieben, weil er einen längerfristigen haben möchte. Dank seines Zustands ist aber nicht sicher, ob ihn die Giants auch wirklich über mehrere Jahre binden wollen. Klarheit herrscht wohl erst am Sonntag, ob er auflaufen wird bzw. kann.

Gut zu wissen:

Die Giants spielen streng genommen gar nicht in New York – ebensowenig wie die New York Jets. Beide teilen sich ein Stadion in East Rutherford – welches zu New Jersey gehört. Aber eine Umbenennung war nie ein Thema.

Tip für 2015:

9-7 und Platz zwei in der NFC East.

 

 

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