Saisonvorschau Green Bay Packers 2017

Die letzte Lombardi Trophy:

XLV – 2011, bereits mit Aaron Rodgers als Quarterback (zuvor noch XXXI 1997 sowie I und II).

Abgänge:

Cornerback  Sam Shields und der langjährige Backup Running Back James wurden gehen gelassen. Beides sollte keine allzu großen Auswirkungen haben.

Gewichtsjojo-Starting Running Back Eddie Lacy schleppte seine Pfunde in der Free Agency nach Seattle und Tight End Jared Cook unterschrieb bei den Raiders.

Zugänge:

GM Ted Thompson ist berühmt (berüchtigt) dafür, dass er die Füße in der Free Agency still hält. Die Packers sind die Mannschaft, die traditionell die meisten Spieler aus dem Draft auch aufs Feld bringt.

Allerdings versäumt man auf der anderen Seite, den ein oder anderen Spieler als Free Agent zu holen, der letztendlich den Unterschied machen kann (bei den Patriots letzte Saison Hogan, Blount, Bennett…).

In diesem Jahr brach Thompson nahezu sensationell mit dieser Tradition: Tight End Martellus „Martysaurus Rex“ Bennett vom Super Bowl Champion New England Patriots wurde mit einem Dreijahresvertrag und garantierten 6,3 Millionen Dollar ausgestattet (gesamt wären es 21 Mio). Außerdem verpflichtete man mit Lance Kendricks gleich noch einen zweiten talentierten Tight End von den Rams.

Nach dem Abgang von Jared Cook, der irgendwie nie die hohen Erwartungen an ihn in Green Bay erfüllen konnte, ein Upgrade.

 

Draft:

Wie bereits erwähnt die Stärke der Packers unter Ted Thompson:

Die Packers tradeten sich aus der ersten Runde und holten in Runde #2 Verstärkung für die Passverteidigung: Cornerback Kevin King (Washington; Pos. 33) und Safety Josh Jones (North Carolina State, Pos. 61) sollen für Entlastung im Backfield sorgen.

Der Star:

Da gibt es bei den Packers nicht den Hauch eines Zweifels: Quarterback Aaron „R-e-l-a-x“ Rodgers ist der uneingeschränkte Topstar.

Seit er Volksheld Brett Favre beerbte, sorgt er für grandiose Spiele.

Aaron Rodgers war vor dem Draft 2005 als der Top-QB gehandelt worden. Zu gerne wäre er zu seinem Heimatteam San Francisco 49ers gegangen, die an #1 zogen.

Irgend jemand dort kam auf die heute absurd anmutende Idee, lieber QB Alex Smith vom College in Utah zu holen. Das zahlte sich kein bißchen aus und ist im Rückblick heute eine ähnlich grandiose Fehlentscheidung, wie die Micheal Jordan damals in der NBA nicht an #1 zu draften.

Die Teams hinter den 49ers benötigten aber eher auf anderen Positionen Hilfe und so gingen die TV-Bilder von Aaron Rodgers im sogenannten Green Room – der Wartehalle beim Draft – um die Welt, der mit jedem Pick enttäuschter aussah. Und laaaange warten musste.

Letztendlich wurde er dann an #24 von den Packers erlöst – die mit Sicherheit auch andere Positionen dringender nötig gehabt hätten, aber einfach den Mehrwert von Rodgers erkannten.

Mittlerweile zweifelt keiner mehr an den Fähigkeiten von Rodgers und die 23 Teams, die ihn übergangen hatten – allen voran die 49ers – dürften diesen Tag schon verflucht haben.

Im Vorjahr sorgte er mit mehreren Hail Marys für sensationelle Siege in letzter Sekunde…und führte die Packers doch noch in die Playoffs. Ein Leader eben.

Der Coach:

An Head Coach  Mike McCarthy scheiden sich die Geister – auch und vor allem im eigenen Lager. Teilweise sind seine Entscheidungen nicht nachvollziehbar, teilweise offenkundig falsch…und am Ende gewinnen die Packers trotzdem irgendwie.

Zwischenzeitlich hatte er das offensive Playcalling abgegeben, dann wieder übernommen und dann…

 

Mein Tip im Vorjahr: 11-5

Tatsächlich: 10-6

Lange Zeit sah es nicht nach einer Playoffteilnahme für die erfolgsverwöhnte Franchise aus. Spätestens bei 4-6 schienen sich alle Träume von der 5. Lombardi Trophy erledigt zu haben.

Doch Aaaron Rodgers intern ausgegebenes Mantra „Win out!“ klappte tatsächlich. Unter Zuhilfenahme einiger Hail Marys gewann man die letzten 6 Saisonspiele. In den Playoffs zerlegte man zunächst die Giants (38-13) und konnte letztendlich auch bei den Cowboys knapp (34-31) bestehen.

In Atlanta hatte man jedoch überhaupt keinen Auftrag und verabschiedete sich verdient mit 21-44.

Die unfehlbare Prognose für 2017: 12-4

Auch im kommenden Jahr sehe ich die Packers an der Spitze der NFC North. Vikings, Bears und Lions scheinen nicht unbedingt deutlich verbessert zu sein…und die Packers sind es wohl auch nicht.

Das genügt, um den Status Quo zu wahren. Die Running Back Position lässt einen zwar rätseln – die #1 Ty Montgomery war vor Jahrsfrist noch Wide Receiver und die gedrafteden Jamaal Williams (BYU), Aaron Jones (El Paso) und Devante Mays (Utah State) wurden spät im Draft geholt – aber das Laufspiel war noch nie die Stärke der Packers. Solange Aaron Rodgers fit ist, ist mit den „Käseköpfen“ auch zu rechnen.

Mit Jordy Nelson, Davante Adams und Randall Cobb sowie den beiden neuen Tight Ends Bennett und Kendricks hat er auf jeden Fall ein eindrucksvolles Arsenal zur Verfügung.

Die Vorschau aus Fansicht

von Maximilian / Packerfans.de

Die Packers sind eins der Teams, die jedes Jahr eine Chance haben, um den Super Bowl mitzuspielen, denn sie haben das, was vielen Teams fehlt: einen Franchise Quarterback. Und zwar nicht irgendeinen, sondern den talentiertesten Quarterback in den letzten – sind wir mal bescheiden – 20 Jahren: Aaron Rodgers.

Das Jahr fängt nicht leicht an, mit Spielen (sorry, Siegen) gegen die Seahawks mit dem hochmotivierten und spindeldürren Eddie Lacy und die Falcons im neu eröffneten Mercedes Benz Stadium. Auch letztes Jahr hatten sie schon die Ehre, ein Stadion zu eröffnen – das der Vikings (das Ergebnis lassen wir dabei mal unter den Tisch fallen).

Dennoch bin ich zuversichtlich, dass die Packers hier gute Chancen haben, die Punkte nach Green Bay zu bringen.

Nach der Midseason-Krise, die dieses Jahr zum Glück nicht so dramatisch ausfällt wie letztes Jahr, trumpfen die Packers groß auf, gewinnen die Division, besiegen die Bears mit einem neuen Rekord von 8 Touchdown-Pässen in Week 10 und sind ab dann nicht mehr zu stoppen. Der Sieg gegen die Ravens (und damit das letzte Team, gegen das Aaron Rodgers noch nicht gewonnen hat) ist im Sack, sie machen die neunte Playoff-Teilnahme in Folge frühzeitig klar und ziehen als zweiter aus der NFC hinter den Falcons und vor den Cowboys in die Playoffs ein. Im NFC Championship Game geht es erneut gegen die Falcons und die Revanche gelingt: Kevin King, der in Runde zwei gedraftete Cornerback, fängt zwei (!) Interceptions von Matt Ryan, Julio Jones hat einen rabenschwarzen Tag und fügt der schwachen Leistung der Offense (die in der Regular Season auf Platz 2 hinter den Packers landet) noch ein Fumble hinzu. Die Packers ziehen in den Super Bowl ein und besiegen dort die Patriots nach einem 28-0 Rückstand im letzten Viertel mit 31-28 und einer 60-Yard-Hail Mary von Aaron Rodgers auf den neuen Tight End, Martellus Bennett. Die Vince Lombardi Trophy kehrt nach Green Bay zurück.

Die Offense

Zum Team: Die Packers haben in dieser Offseason zu einem starken Wide Receiver- Corps noch eine sehr starke Tight End Gruppe aufgebaut. Martellus Bennett, Super Bowl Sieger mit den Patriots und Lance Kendricks von den Rams gesellen sich zu Richard Rodgers. Damit machen sie die Offense deutlich weniger ausrechenbar und gefährlich. Bennett ist übrigens einer der besten Blocker unter den Tight Ends in der NFL, kann also auch Platz machen für Ty Montgomery aus dem Backfield, der eine komplette Offseason Training als „echter“ Running Back hinter sich hat.

Die Defense

Hier sieht es schon ein wenig schwieriger aus, aber immer noch deutlich besser als letztes Jahr (bis auf die Defensive Line): Die Secondary, das Sorgenkind der Packers (letztes Jahr Platz 31 unter den Passing Yards), wurde im Draft verstärkt mit S Josh Jones, der auch einige Snaps als Inside Linebacker bekommen könnte und mit Kevin King, einem der größeren und schnelleren Cornerbacks im Draft. Außerdem wurde als erfahrener Mann CB Davon House dazugeholt, der nach einer Zwischenstation in Jacksonville wieder bei den Cheeseheads weilt. Bei den Pass Rushern sieht die Situation hinter Nick Perry und Clay Matthews dünn aus, aber wenn Clay Matthews diese Saison ordentlich Gas gibt, kann er auch einigen Quarterbacks ernsthafte Probleme bereiten.

Fazit

Ich gehe (was sonst auch) optimistisch in die Saison und hoffe, dass die Lombardi Trophy mal wieder in die Heimat nach Titeltown zurückkehrt. (Oh, und dass die Bears den Rekord von 0-16 schaffen 😉)

Titelträume Packers NFLDie Seite der Packerfans findet Ihr beim Klick auf das Bild; den Twitterfeed findet Ihr unter @PackerFansDE

 

 

 

 


 

Die Vorschau 2016:

Die letzte Lombardi Trophy:

 

XLV – 2011 (zuvor noch XXXI 1997 sowie I und II)

Mein Tip im Vorjahr:

12-4 und erneut der erste Platz in der NFC North.

Tatsächlich:

10-6. Es war kein Seuchenjahr für die Packers, aber sicher eines der schwächeren, obwohl man sich letztendlich trotzdem für die Playoffs qualifizierte. Im letzten Saisonspiel hätte man sich mit einem Sieg gegen die Vikings im „Endspiel“ noch den Divisiontitel holen können, aber mit einer Niederlage durfte man dann in der Wildcard-Runde in Washington antreten und gewann dort relativ mühelos.

Das Saisonende kam gegen die Arizona Cardinals in einem der für neutrale Zuschauer unterhaltsamsten Saisonspiele überhaupt. Letztendlich musste man sich den Cardinals nach Verlängerung beugen.

Das Highlight der letzten Saison

Das Spiel bei den Detroit Lions war eigentlich schon verloren. Mit etwas Glück (und Schiedsrichterunterstützung) hatte man jedoch noch die Chance auf eine Hail Mary – und Aaron Rodgers ließ einen Pass über 61 Yards raus. Den fing sein Namensvetter Richard Rodgers zum nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg.

Mein Tip für 2016:

11-5. Die Rückkehr des im Vorjahr komplett verletzungsbedingt fehlenden Top WR Jordy Nelson sollte genügen, um wieder in die Divisionssiegerspur zu geraten. Dazu ist Running Back Eddie Lacey, der sich eine „Auszeit“ von seiner Diät nahm, körperlich wieder im spielfähiger Verfassung.

Der Divisionssieg führt wie so oft nur über die Packers und das Erreichen des Conference Finales wäre alles andere als eine Überraschung.

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

Die Vorschau 2015:

Spitzname:

„The Pack“ und „The Green And Gold“. Ein derart beliebtes Team braucht natürlich auch ein paar Spitznamen.

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Super Bowl Sieg 2010 und – festhalten – Playoff-Teilnahmen 2001, 2002, 2003, 2004, 2007, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014.

Mit Sicherheit eine der erfolgreichsten Teams – und nicht zuletzt dadurch auch in der Popularität ganz vorne (mit den Pittsburgh Steelers).

Letzte Saison:

12 Siege – 4 Niederlagen

Stars der Packers:

Bei diesem Team ist wieder einmal der Quarterback, Aaron Rodgers, der Star. Und was für einer. Wenn man heute Experten fragt, welchen Spieler in der Liga sie als erstes wählen würden, wenn sie eine Franchise neu aufbauen und sich irgendwo bedienen könnten, so hört man mehrheitlich seinen Namen.

Und das sah lange nicht danach aus:

Aaron Rodgers war vor dem Draft 2005 als der Top-QB gehandelt worden. Zu gerne wäre er zu seinem Heimatteam San Francisco 49ers gegangen, die an #1 zogen.

Irgend jemand dort kam auf die heute absurd anmutende Idee, lieber QB Alex Smith vom College in Utah zu holen. Das zahlte sich kein bißchen aus und ist im Rückblick heute eine ähnlich grandiose Fehlentscheidung, wie die Micheal Jordan damals in der NBA nicht an #1 zu holen.

Die Teams hinter den 49ers benötigten aber eher auf anderen Positionen Hilfe und so gingen die TV-Bilder von Aaron Rodgers im sogenannten Green Room – der Wartehalle beim Draft – um die Welt, der mit jedem Pick enttäuschter aussah. Und laaaange warten musste.

Letztendlich wurde er dann an #24 von den Packers erlöst – die mit Sicherheit auch andere Positionen dringender nötig gehabt hätten, aber einfach den Mehrwert von Rodgers erkannten.

Mittlerweile zweifelt keiner mehr an den Fähigkeiten von Rodgers und die 23 Teams, die ihn übergangen hatten – allen voran die 49ers – dürften diesen Tag schon verflucht haben.

Dazu kommt mit Eddie Lacy ein Running Back, der in der vergangenen Saison den Durchbruch zum Star geschafft haben dürfte.

Komplettiert wird die Offensivkraft eigentlich durch ein überdurchschnittlich talentiertes WR-Corps um Jordy Nelson und Randall Cobb. Dummerweise hat sich aber Jordy Nelson, sicher einer der 5 besten auf seiner Position in der Liga, im Vorbereitungsspiel am 23.08.15 gegen die Steelers das Kreuzband gerissen und wird die komplette Saison ausfallen.

Mit dem letztjährigen 3. WR Davante Adams steht ein talentierter Mann bereit, um in die riesigen Fußstapfen zu steigen.

Die Defense fällt dagegen deutlich ab und spielt oft nur durchschnittlich. Dieses Problem steht auch größeren Erfolgen (noch) im Weg.ste Platz in der NFC North.

Coach:

Mike McCarthy ist bereits seit 2006 Head Coach der Packers. Er zählt zu den besseren Trainern der Liga; einzig sein sogenanntes „In-Game-Management“ gab mitunter Anlass für Kritik.

Die Auswahl seiner Spielzüge führte auch zur Niederlage gegen die Seattle Seahawks im Halbfinale der vergangenen Saison. Lange führte man und verlegte sich dann auf erzkonservative und letztendlich zu kurze Offensivserien. Seattle glich aus und durch einen Fehler in den Special Teams in der Verlängerung verlor man nahezu sensationell noch.

McCarthy gab im weiteren Verlauf an, die Spielzüge künftig durch seinen Co-Trainer auswählen zu lassen.

Ziel:

Bei den Packers ist der Einzug und möglichst Gewinn des Super Bowl immer erklärtes Ziel. Playoff-Teilnahme wird mehr oder weniger als selbstverständlich erachtet.

Kontroversen:

Die größte Kontroverse der letzten Jahre war sicher die Saga um die Nahezu-Rücktritte von QB-Legende Brett Favre. Als die Packers Aaron Rodgers drafteten, war klar, dass er erst einmal auf die Bank muss.

In den Folgejahren erklärte Favre mehr oder weniger tränenreich seinen Rücktritt im Frühjahr, um dann im Sommer seine Meinung wieder zu ändern und zum Trainings Camp wieder zurückzukehren. Als neutraler Beobachter fühlte man sich unweigerlich an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert.

2008 legte das Management dann mehr oder weniger ein Veto ein. Favre wollte erneut zurückkehren und musste dann hören, dass er jetzt nur noch als Ersatzmann für Rodgers vorgesehen wäre.

Dies konnte er mit seinem Ego nicht vereinbaren, weswegen er zu den New York Jets getraded wurde. Der Aufschrei in der Fangemeinde war riesig…und steigerte sich in blanken Hass, als Favre im Jahr darauf bei dem Dauerrivalen Minnesota Vikings unterschrieb.

Mittlerweile ist Gras über die Angelegenheit gewachsen und im Juli 2015 wurde Brett Favre in die Packers Hall of Fame aufgenommen – vor ausverkauftem Stadion. Mit 80.000 Zuschauern. Ohne dass noch ein Spiel oder ähnliches gewesen wäre.

Gut zu wissen:

Die Packers sind das einzige Team der NFL, das nicht einem Eigentümer oder einer Gruppe gehört, sondern sogenannten Anteilseignern.

Somit sind sie auch die einzige Chance, einen Einblick in die Bilanzen einer Organisation zu erhalten.

Auf diese Weise wurde auch bekannt, dass jedes NFL-Team vor der Saison 2015 aus den nationalen Einkünften eine Summe von insgesamt 226 Mio $ erhielt. 226 Mio $ ! Und da sind die lokalen Einnahmen wie Team Merchandising, Eintritte, etc. noch nicht mit eingerechnet. Der Salary Cap – die Gehaltsobergrenze liegt diese Saison bei ungefähr 143 Mio $. Es bleibt also das ein oder andere Scherflein für die Eigentümer übrig.

Tip für 2015:

12-4 und erneut der erste Platz in der NFC North.

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